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Resonanz in Bewegung

16. Sept.
6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Ein neuer Erfahrungsraum für Körper, Ausdruck und existenzielle Begegnung in Wien.


Tobias Conrad: "Herzlich willkommen zu Resonanz in Bewegung!"
Tobias Conrad: "Herzlich willkommen zu Resonanz in Bewegung!"

Manchmal verfängt man sich im Alltag in der Komplexität des Lebens – und übersieht dabei, wie einfach tiefgreifendes Wohlbefinden entstehen kann.


Genau das durften wir an unseren ersten Abenden von Resonanz in Bewegung erleben.


Unsere Vision war von Anfang an klar: eine echte Mind Body Soul Healing Session zu schaffen, die den Geist berührt, den Körper belebt und die Seele nährt.


Dass sich dieses Zusammenspiel nun so wunderbar, berührend und wirksam anfühlt, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit.


Ein Abend, der ankommen lässtDas Schöne an diesem Format ist seine wohlthuende Schlichtheit: Ankommen, die Schuhe ausziehen (gerne eigene Kuschelsocken und bequeme Alltagskleidung mitbringen) und einfach da sein.


Dialog: Wir beginnen im Sitzen. In einem geschützten Rahmen sprechen wir über Vertraulichkeit und das, was uns im aktuellen Moment beschäftigt.


Wir treten in Resonanz und betrachten die Themen gemeinsam durch die existenzanalytische Brille der 4 Grundmotivationen.


Bewegung: Anschließend übernimmt Yousin und entfaltet seine heilsame Körperarbeit – sanft, stärkend, manchmal kathartisch, aber immer vitalisierend und energetisierend.


Integration: Zum Abschluss führen wir das Erlebte in Reflexion und Stille zusammen.


Ein hochkomplexes und zugleich wunderbar einfaches Programm, das Geist, Körper und Seele wieder in Einklang bringt.


Möchtest du beim nächsten Mal auch dabei sein und dir diesen Raum für dich schenken?


Wir freuen uns sehr darauf, gemeinsam mit dir in Bewegung und Resonanz zu gehen!


Herzliche Grüße,


Tobias & Yousin


Manche Menschen merken es beim Betreten eines Raumes: Die Schultern ziehen sich nach vorne, bevor irgendein Gedanke gefasst ist. Andere spüren es im Atem, der flacher wird, sobald ein bestimmtes Thema angesprochen wird. Wieder andere kennen den Moment, in dem sie „ja" sagen, während der ganze Körper längst „nein" gesagt hat.


Diese Reaktionen sind keine Störung. Sie sind Information.


Seit dem 6. Oktober gibt es in Wien einen Raum, in dem genau diesen Reaktionen nachgegangen werden darf: Resonanz in Bewegung – eine offene Abendgruppe, in der existenzielle Fragen nicht nur besprochen, sondern körperlich erfahren werden. An bestimmten Dienstagabenden, in 1070 Wien.





1. Was Resonanz in Bewegung ist – und was nicht


Es ist kein Tanzkurs. Niemand lernt hier, wie er sich zu bewegen hat, und es gibt keine Choreografie, die richtig ausgeführt werden muss.


Es ist auch keine Psychotherapie. Erfahrungen werden nicht gedeutet, und niemand soll verändert werden.


Es ist ein Drittes: ein Erfahrungsraum. Ein Rahmen, in dem Menschen sich selbst durch ihren Körper neu begegnen können – mit bewegungsorientierten Zugängen und mit existenzanalytisch begleiteter Reflexion, aber ohne Leistungsanspruch und ohne Interpretationsdruck.


Getragen wird das Format von zwei eigenständigen Professionen, die sich ergänzen, ohne sich zu vermischen: Yousin Song, BA, zeitgenössischer Tänzer und Bewegungspädagoge, eröffnet den bewegungsorientierten Erfahrungsraum. Dr.med. Tobias Conrad begleitet den Reflexionsprozess auf Grundlage der Existenzanalyse. Bewegung eröffnet Erfahrung, Reflexion ermöglicht persönliche Aneignung – gerade die Trennschärfe zwischen beidem macht die Qualität des Abends aus.


Tobias Conrad - Phänomenologische Begegnung
Tobias Conrad - Phänomenologische Begegnung


2. Der Körper ist kein Objekt, das wir besitzen.


Wir sprechen über den Körper meist so, als hätten wir einen. Als sei er ein Gegenstand, den man pflegt, trainiert, repariert oder ignoriert.


Aus existenzanalytischer Perspektive ist er etwas anderes: die Weise, in der wir überhaupt in der Welt sind. Nähe und Distanz, Anspannung und Lösung, Sicherheit und Unsicherheit, Lebendigkeit und Zurückhaltung – all das erleben wir nicht über den Körper. Wir erleben es als Körper.


Das verschiebt etwas Wesentliches. Wenn der Körper kein Objekt ist, das verändert werden muss, sondern ein Erfahrungsraum, in dem persönliche Wirklichkeit sichtbar wird, dann geht es nicht mehr um Korrektur. Es geht um Wahrnehmung.



3. Vier Fragen, die sich nicht nur denken lassen


Die philosophische Grundlage der Abende bildet die Existenzanalyse – ursprünglich begründet von Viktor Frankl, weiterentwickelt von Alfried Längle. Sie stellt vier Grundfragen der menschlichen Existenz:


  • Kann ich sein? – Die Frage nach Halt, Raum und Schutz.

  • Mag ich leben? – Die Frage nach Wert, Beziehung und Zuwendung.

  • Darf ich ich selbst sein? – Die Frage nach Abgrenzung, Eigenständigkeit und Anerkennung.

  • Wofür möchte ich leben? – Die Frage nach Sinn und Ausrichtung.


Diese Fragen werden üblicherweise besprochen. In Resonanz in Bewegung dürfen sie auch körperlich erfahren werden.


Denn jede von ihnen hat eine körperliche Entsprechung. „Kann ich sein?" zeigt sich darin, ob jemand sein Gewicht wirklich an den Boden abgeben kann oder ob ein Teil der Muskulatur immer in Bereitschaft bleibt. „Darf ich ich selbst sein?" zeigt sich in der Frage, wie viel Raum eine Bewegung einnehmen darf, bevor sie sich klein macht. Der Körper hat oft längst geantwortet – bevor wir die Frage überhaupt formulieren konnten.



Tobias Conrad - Existenzanalyse
Tobias Conrad - Existenzanalyse

4. Womit an den Abenden gearbeitet wird


Um existenzielle Fragen körperlich erfahrbar zu machen, wird mit Zugängen aus dem Contemporary Dance, der Improvisation und aus somatischen Praktiken gearbeitet. Nicht als Tanztechnik – sondern als Werkzeuge der Selbstwahrnehmung:


Grounding und Alignment stellen die Verbindung zum Boden, zur Atmung und zum eigenen Zentrum her. Präsenz beginnt körperlich.


Movement Scores sind offene Bewegungsaufgaben. Es gibt keine richtige Lösung – jeder Mensch begegnet derselben Aufgabe auf seine eigene Weise. Gerade darin liegt die Information.


Somatic Awareness schärft die Wahrnehmung für Atmung, Spannung, Gewicht und Bewegungsqualität. Körperwahrnehmung wird zu Selbstwahrnehmung.


Improvisation meint hier nicht freies Tanzen, sondern die Bereitschaft, dem gegenwärtigen Moment zuzuhören.


Relational Movement untersucht, was zwischen Menschen geschieht: Nähe, Distanz, Vertrauen, Grenzen, Rhythmus. Nicht als soziales Training, sondern als körperlich erfahrbare Beziehung.


Embodied Reflection schließt den Bogen: Das Erlebte darf nachwirken, gegebenenfalls in Worte gefasst und mit dem eigenen Leben in Beziehung gesetzt werden. Erfahrung wird nicht erklärt, sondern verstanden.


Nicht jede Bewegung muss dabei etwas bedeuten. Nicht jede Erfahrung muss sofort verstanden werden. Manches darf zunächst einfach erlebt werden – Bedeutung entsteht oft erst im Nachspüren.


Yousin Song - Body Awareness - Grounding
Yousin Song - Body Awareness - Grounding



5. Freiwilligkeit ist keine Formalität


Ein Raum, in dem persönliche Erfahrung möglich werden soll, muss sicher sein. Und Sicherheit entsteht nicht durch gute Absicht, sondern durch klare Bedingungen.


Das heißt konkret: Alle Übungen sind Einladungen. Sie können angenommen, verändert, beobachtet oder ausgelassen werden. Ein Innehalten, ein Zögern oder ein klares Nein ist keine Verweigerung – es kann eine bedeutsame persönliche Stellungnahme sein. Körperliche Berührung erfolgt ausschließlich nach ausdrücklicher Zustimmung. Körperliche Voraussetzungen werden berücksichtigt. Vertraulichkeit, Freiwilligkeit und Respekt vor persönlichen Grenzen werden zu Beginn jedes Abends neu hergestellt.


Ebenso wichtig ist, was das Format nicht ist: Es verspricht keine Heilung und ersetzt keine individuell notwendige medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.


Es kann aber Erfahrungen ermöglichen, die heilsam werden können – sich im eigenen Körper wieder sicherer zu fühlen, Lebendigkeit zuzulassen, Grenzen wahrzunehmen, Scham behutsam zu begegnen, einen persönlichen Ausdruck zu finden.


Heilsam kann sein, wenn ein Mensch nicht verändert werden muss, sondern sich selbst in seinem Erleben wieder näherkommt. Wenn etwas Erstarrtes beweglicher wird. Etwas Sprachloses ausdrückbar. Und etwas Fremdgewordenes wieder als Eigenes bewohnbar.



6. Einzelne Abende oder fortlaufend?


Resonanz in Bewegung ist als fortlaufende, teiloffene Gruppe gedacht.

Jeder Abend bildet eine in sich geschlossene Erfahrungseinheit und kann grundsätzlich auch einzeln besucht werden.


Empfohlen wird allerdings die mehrmalige Teilnahme – Vertrauen, Körperwahrnehmung und Ausdrucksfreiheit wachsen über mehrere Begegnungen hinweg und vertiefen sich. So darf eine vertraute Kerngruppe entstehen, während die Tür für neue Teilnehmende offen bleibt.




7. Für wen die Abende gedacht sind


Für Menschen, die viel über sich nachgedacht haben und merken, dass das Denken an eine Grenze kommt. Für Menschen in helfenden Berufen, die Selbsterfahrung suchen. Für Menschen, die ihren Körper eher funktional erleben und neugierig darauf sind, was er sonst noch kann.


Tänzerische oder psychotherapeutische Vorkenntnisse braucht es dafür nicht. Eher das Gegenteil: Es hilft, nichts können zu müssen.


Tobias Conrad - Leben mit innerer Zustimmung!
Tobias Conrad - Leben mit innerer Zustimmung!


8. Wer den Raum hält

Yousin Song, BA
Yousin Song, BA

Yousin Song, BA – Bewegung

Yousin Song ist zeitgenössischer Tänzer und Bewegungspädagoge.

Bewegung ist für ihn nicht nur körperliche Aktivität, sondern eine Sprache – eine Möglichkeit, sich selbst besser zu verstehen und mit anderen in Beziehung zu treten.

Auf Grundlage von Creative Movement, Body Awareness und nonverbaler Ausdrucksarbeit schafft er Räume, in denen Menschen ihren im Körper gespeicherten Erfahrungen sicher begegnen und ihnen einen eigenen Ausdruck geben können. Nicht durch festgelegte Bewegungsformen, sondern durch das Entdecken der eigenen Körperwahrnehmung.

An der Schnittstelle von künstlerischer Bewegungspraxis, Körperwahrnehmung und Selbsterfahrung entwickelt er einen Ansatz, der Bewegung als Weg zu Selbsterkenntnis und emotionaler Integration versteht.




Dr. med. univ. Tobias Conrad, MBA – Reflexion

Tobias Conrad
Tobias Conrad

Tobias Conrad begleitet Ärzt:innen und Gesundheitsberufe bei Zweifel, Erschöpfung, Konflikten und Sinnkrisen – auf Grundlage der Existenzanalyse, humanistisch, respektvoll, humorvoll und auf Augenhöhe.

Als Arzt, Psychotherapeut, Coach und Supervisor verbindet er medizinische und psychosomatische Erfahrung mit Führungserfahrung im Gesundheitsbereich und einem MBA in Health Care Management – denn vieles, was als persönliche Belastung erlebt wird, hat auch mit den Bedingungen zu tun, unter denen gearbeitet wird.

In Resonanz in Bewegung bringt er diese Haltung in den Reflexionsteil ein: klar, vertraulich und ohne vorschnelle Deutung.



Resonanz in Bewegung – auf einen Blick

Zeit: 18:00–20:30 Uhr


Nächste Termine: 

Dienstag, 17. und 24. November 2026

Dienstag, 1. und 8. Dezember 2026

Kosten: 80 € pro Termin, Einzel buchbar.

Alle noch 4 Termine in 2026 als Blockbuchung: 280,- €


WINTERPAUSE: Mitte Dezember 2026 bis Ende Jänner 2027


Weitere Termine für 2027 sind in Planung.

Ort: Resonanz Zentrum Wien (Institut Kutschera), Neubaugasse 31, A- 1070 Wien Format: fortlaufende, teiloffene Abendgruppe, Einzelabende möglich

Voraussetzungen: keine tänzerischen oder psychotherapeutischen Vorkenntnisse nötig, bitte komm in bequemer Alltagskleidung und bring ggf. Socken oder Patschen mit. Gruppengröße: begrenzt auf 12 TN Was im Körper spürbar wird, darf in Bewegung Ausdruck finden, in der Gruppe Resonanz erfahren und im Gespräch zu einer persönlichen Antwort werden.







Yousin Song: "Herzlich willkommen zu Resonanz in Bewegung!"
Yousin Song: "Herzlich willkommen zu Resonanz in Bewegung!"

Tobias Conrad: "Herzlich willkommen zu Resonanz in Bewegung!"
Tobias Conrad: "Herzlich willkommen zu Resonanz in Bewegung!"




 
 
 

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