Lehrteamtreffen der GLE Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse in Wien
- Tobias Conrad

- 21. Juni
- 1 Min. Lesezeit
Meine heutige (Sommersonnwende 2026) Teilnahme als Lehrperson im Rahmen des Lehrteamtreffens der Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse im Kardinal König Haus in Wien war für mich ein besonderes Erlebnis.
Nicht nur, weil damit ein neuer Abschnitt meines fachlichen Weges beginnt, sondern weil sich darin auch etwas verdichtet, das mir in der Existenzanalyse wesentlich(er) geworden ist:
Lernen geschieht nicht nur durch Wissen, sondern v.a. durch Begegnung.
Als Lehrperson vor einer Gruppe zu stehen bedeutet für mich nicht, fertige Antworten zu vermitteln.
Es bedeutet vielmehr, einen Raum zu eröffnen, in dem Fragen ernst genommen werden dürfen:
Fragen nach Freiheit und Verantwortung, nach innerer Zustimmung, nach Sinn, Würde und persönlicher Stellungnahme.
Gerade in der Ausbildung wird spürbar, dass Existenzanalyse nicht bloß ein psychotherapeutisches Verfahren ist, sondern eine phänomenologische Haltung dem Menschen gegenüber.
Sie lädt dazu ein, genauer hinzuhören, wirklich zu verstehen und dem Eigenen im Anderen mit Respekt zu begegnen.
Ich bin dankbar für das Vertrauen, diesen Weg nun auch in lehrender Rolle im Rahmen der Ärztekammer Diplomfortbildung "Psychotherapeutische Medizin" mitgestalten zu dürfen.
Besonders dankbar bin ich meinem Mentor Prof. Alfried Längle, der mir über die letzten Jahre nicht nur fachliche Tiefe vermittelt hat, sondern auch eine Haltung vorgelebt hat: den Menschen nicht vorschnell zu erklären, sondern ihm in seiner Freiheit, Verletzlichkeit und Würde zu begegnen und verstehen



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